Verringerung des Risikos einer Listeriose-Erkrankung bei gefährdeten Bevölkerungsgruppen
1. August 2023

Die Risikobewertung ergab, dass das Risiko einer Listeriose-Infektion durch kaltgeräucherten Fisch für Risikogruppen zwar gering ist, der Schweregrad der Erkrankung jedoch hoch ist und bei diesen Gruppen zu schweren Verläufen, Krankenhausaufenthalten und sogar zum Tod führen kann. Daher raten wir Schwangeren und Personen mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund bestimmter Vorerkrankungen wie Krebs, Diabetes, Leber- oder Nierenerkrankungen) sowie allen, die Medikamente einnehmen, die das Immunsystem schwächen, vom Verzehr verzehrfertiger, kaltgeräucherter oder gepökelter Fischprodukte ab.
Da das Risiko einer schweren Listeriose-Erkrankung mit dem Alter zunimmt, sollten ältere Menschen sich auch des Risikos beim Verzehr von kaltgeräuchertem und gepökeltem Fisch bewusst sein und Maßnahmen zur Reduzierung einer Listerieninfektion ergreifen. Zu diesen Maßnahmen gehören: Lebensmittel vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums verzehren, die Produkte gekühlt (unter 5 °C) lagern oder sicherere Alternativen verwenden, die wir nach Veröffentlichung im Abschnitt „Listerien“ unserer Website vorstellen werden.
Diese gezielten Empfehlungen berücksichtigen, dass die meisten Menschen, die an Listeriose erkranken, nur leichte Magen-Darm-Symptome entwickeln, die innerhalb weniger Tage abklingen. Bestimmte Personengruppen haben jedoch ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.
Kaltgeräucherter Fisch und Alternativen
Wenn der kaltgeräucherte Fisch vollständig durchgegart ist, kann er bedenkenlos verzehrt werden und entweder sofort serviert oder nach dem Abkühlen im Kühlschrank kalt serviert werden.
Wir empfehlen, geräucherten Fisch vor der Zugabe zu Gerichten wie gekochten Nudeln oder Rührei gründlich durchzugaren. Denn das bloße Erwärmen beim Kochen reicht nicht aus, um eventuell vorhandene Listerien abzutöten.
Kaltgeräucherter Fisch wie Räucherlachs oder Forelle sowie gebeizter Fisch wie Graved Lachs werden im Herstellungsprozess nicht vollständig durchgegart, um eventuell vorhandene Listerien abzutöten, und bergen daher ein höheres Infektionsrisiko. Kaltgeräucherter Fisch ist üblicherweise als „geräucherter Fisch“ auf der Verpackung gekennzeichnet oder wird als verzehrfertige Räucherlachs- oder Forellenscheiben zum Kaltverzehr ohne weitere Zubereitung angeboten. Er kann auch in Sushi enthalten sein.
Alternative geräucherte Fischprodukte können bedenkenlos verzehrt werden, darunter geräucherter Fisch aus der Dose (direkt aus der Dose), durchgegarte Fischfilets (frisch oder gefroren) und gegarter geräucherter Fisch (z. B. als Teil eines Gratins). Diese Produkte werden entweder während der Herstellung oder beim Kochen auf hohe Temperaturen erhitzt, wodurch eventuell vorhandene Listerien abgetötet werden.
Wenn Sie den vollständigen Bericht lesen möchten, klicken Sie bitte hier. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der FSA.