Die Zufriedenheit der Öffentlichkeit mit dem NHS ist auf einem historischen Tiefstand

5. April 2024

Die Zufriedenheit der Bevölkerung mit dem NHS liegt derzeit bei einem Rekordtief von nur 24 Prozent – ​​dem niedrigsten Wert seit Beginn der British Social Attitudes Survey im Jahr 1983.

In den 40 Jahren seit Beginn der British Social Attitudes Survey wurde die Zufriedenheit der Bevölkerung mit den Leistungen des Nationalen Gesundheitsdienstes (NHS) detailliert untersucht. Der jüngste Bericht aus dem Jahr 2023 zeigt ein beispielloses Maß an Unzufriedenheit und die niedrigste Zufriedenheit seit Beginn der Umfrage.

Es dürfte die meisten Leserinnen und Leser kaum überraschen, dass die Zufriedenheit mit dem NHS angesichts der aktuellen Nachrichtenlage auf einem historischen Tiefstand ist. Zu den anhaltenden Problemen zählen der durch die Pandemie verursachte Behandlungsstau, die andauernden Streiks und die erheblichen Verzögerungen bei den meisten Dienstleistungen. Die größten Kritikpunkte der Befragten waren die langen Wartezeiten für Arzt- und Krankenhausbesuche sowie der Personalmangel.

Historisch gesehen erreichte die Zufriedenheit mit dem NHS im Jahr 2010 einen Höchststand von 70 %, ist aber seit 2020 rapide gesunken. Die Umfrage zeigt auch, dass die Zufriedenheit mit den einzelnen Leistungen des NHS auf einem Tiefstand ist. Nur 34 % der Befragten gaben an, mit ihrem Hausarzt zufrieden zu sein, 35 % mit der stationären und ambulanten Versorgung, 31 % mit der Notaufnahme und lediglich 24 % mit der Zahnmedizin. Die Mehrheit der Befragten (84 %) ist der Ansicht, dass der NHS mit erheblichen oder gravierenden Finanzierungsproblemen zu kämpfen hat.

Da die Zufriedenheitswerte einen Tiefststand erreicht haben, überrascht es nicht, dass die Unzufriedenheitswerteim Jahr 2023 einen Höchststand erreicht haben. Erschreckende 52 % der Befragten gaben an, mit der Funktionsweise des NHS entweder sehr oder ziemlich unzufrieden zu sein.

Die Umfrage bestätigt eindeutig, dass die Bevölkerung die Grundprinzipien des NHS unterstützt: Verfügbarkeit für alle, kostenlose Inanspruchnahme und Steuerfinanzierung. Tatsächlich war die Zustimmung überwältigend positiv: Über 90 % der Befragten sprachen sich für die Verfügbarkeit für alle aus. Interessanterweise gaben 48 % der Befragten an, die Regierung solle die Steuern erhöhen und mehr Geld für den NHS ausgeben. Was bedeutet das nun für das kommende Jahr? Das Land steuert auf Wahlen zu, und daher ist klar, dass der NHS ein zentrales Thema für die Wähler sein wird. Wir erwarten, dass die Zukunftsoptionen für den NHS intensiv diskutiert werden und gehen davon aus, dass dies ein wesentlicher Bestandteil der Wahlprogramme der politischen Parteien sein wird.

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