Postverzögerungen bei Royal Mail und NHS-Briefe

10. Mai 2024

Die Auswirkungen von Verzögerungen bei der Postzustellung auf Terminschreiben des NHS (National Health Service) haben in den Medien zunehmend Aufmerksamkeit erregt, insbesondere im Zusammenhang mit der laufenden Konsultation der Royal Mail.

Ofcom veröffentlichte Anfang des Jahres einen Bericht, der Wege aufzeigte, wie die Royal Mail reformiert werden könnte, um ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern. Zwei vorgeschlagene Optionen wären die Reduzierung der wöchentlichen Postzustellungen, beispielsweise von sechs auf fünf oder sogar nur drei Zustellungen pro Woche, und die Verlängerung der Zustellzeit auf drei oder mehr Tage.

Es bestehen weiterhin Bedenken, dass eine Reduzierung der Postzustellungsdienste die Kommunikation zwischen Patient und Patient eher verschlechtern als verbessern und die gesundheitliche Ungleichheit vergrößern würde.

Viele Bevölkerungsgruppen sind digital ausgeschlossen und ausschließlich auf Briefe angewiesen, um wichtige Gesundheitsinformationen und Termine zu erhalten. Dies hätte auch Auswirkungen auf die Teams des Nationalen Gesundheitsdienstes (NHS), da es möglicherweise zu mehr versäumten Terminen käme. Versäumte NHS-Termine stellen eine erhebliche Verschwendung und Ineffizienz im Gesundheitswesen dar. Verschiedenen Quellen zufolge kostet jeder versäumte Termin den NHS durchschnittlich 30 bis 169 Pfund, abhängig von der Art des Termins. Die Gesamtkosten versäumter Hausarzttermine in England wurden im Jahr 2020 auf rund 290 Millionen Pfund geschätzt. Die Gesamtzahl der Krankenhaus-Termine, zu denen Patienten nicht erschienen, belief sich im Zeitraum 2021/22 auf fast 7,5 Millionen.

Falls Sie schon einmal ein wichtiges Schreiben des NHS, beispielsweise einen Terminbrief oder einen Behandlungsbrief, verpasst haben und Ihre Geschichte teilen möchten, senden Sie bitte eine E-Mail an campaigns@nras.org.uk mit dem Betreff „Post Office“.