Lücken schließen – Ein umfassender Plan für die Versorgung von RA-Patienten und Patienten in den Wechseljahren
13. März 2025
Rheumatoide Arthritis (RA) betrifft dreimal so viele Frauen wie Männer. Ende 2023 entwickelten und verteilten wir gemeinsam mit medizinischem Fachpersonal im ganzen Land eine Umfrage unter Frauen mit RA, um ihre Erfahrungen mit der Perimenopause (dem frühen Stadium, in dem die Symptome beginnen, aber bevor die Menstruation ausbleibt) und der Menopause zu erfassen.

Viele Menschen mit rheumatoider Arthritis (RA) berichten von Veränderungen ihrer Symptome in Zeiten hormoneller Umstellung (z. B. Schwangerschaft und Wechseljahre). Wir wollten die Erfahrungen von Frauen mit RA besser verstehen, etwaige Versorgungslücken aufzeigen und die Information für Patientinnen und Fachkräfte verbessern.
Wir hatten eine hervorragende Resonanz auf diese Umfrage, und die folgenden Ergebnisse basieren auf fast 800 Patientenerfahrungen mit Menopause und RA.
| Die Ergebnisse ( aus der Studie „Menopause Matters: Results of a National Survey of Rheumatoid Arthritis Patients in the UK“ , veröffentlicht in Musculoskeletal Care im Dezember 2024) zeigen Folgendes: 80 % der Befragten gaben an, dass sich ihre Arthritis während der Wechseljahre verschlimmert habe, bei 10 % sogar deutlich. 47 % hatten eine Hormonersatztherapie (HRT) in Anspruch genommen. Davon berichteten 80 % von einer Besserung ihrer Wechseljahresbeschwerden und 30 % von einer deutlichen bis mäßigen Verbesserung ihrer Arthritissymptome. 84 % der Teilnehmerinnen waren der Meinung, dass rheumatologische Teams mehr Fortbildungen und Schulungen zum Thema Wechseljahre bei rheumatoider Arthritis erhalten sollten. , dass 93 % der Befragten noch nie mit einem Arzt über die Wechseljahre gesprochen hatten. Diejenigen, die dies taten, sprachen meist mit ihrem Hausarzt über HRT und Osteoporose. |
| Die Analyse der Kommentare brachte ebenfalls mehrere Themen zutage: – Die Menopause wurde nur dann thematisiert, wenn die Patientin das Thema selbst ansprach. – Es gab widersprüchliche Empfehlungen zur Hormonersatztherapie. – Die Symptome von rheumatoider Arthritis und der Menopause überschneiden sich und können verwechselt werden. – Die Teilnehmerinnen äußerten die Vermutung eines Zusammenhangs zwischen der Menopause und dem Auftreten oder der Verschlechterung ihrer Arthritis. – Diese Studie war längst überfällig. |
| Schlussfolgerungen Die Studie kam zu folgenden Ergebnissen: – Patientinnen stellten einen starken Zusammenhang zwischen den Wechseljahren und dem Beginn oder der Verschlimmerung ihrer RA-Symptome fest, wobei häufig Verwirrung darüber herrschte, was RA und was Wechseljahre waren. – Patientinnen wünschen sich mehr Gespräche mit ihrem Behandlungsteam über die Wechseljahre und deren Auswirkungen auf Menschen mit RA. – Patientinnen erhalten widersprüchliche Empfehlungen zur Hormonersatztherapie (HRT). – Weitere Forschung zu Wechseljahren und RA ist notwendig. |

Die Versorgungslücken erkennen und angehen
Rheumatoide Arthritis (RA) und die Wechseljahre weisen einige Gemeinsamkeiten im Bereich der Gesundheitsversorgung auf. Fehlende Aufklärung, unzureichende Ressourcen zur Selbsthilfe und unklare Behandlungspfade führen dazu, dass Patientinnen bei der Suche nach Unterstützung und Hilfe für ihre Symptome doppelt benachteiligt sind. Es bleibt noch viel zu tun, um diese Probleme anzugehen, und ich hoffe, dass in diesem Bereich der Frauengesundheit künftig mehr Forschung betrieben wird.
Bei NRAS werden wir zunächst spezielle Informationsmaterialien für Patientinnen mit rheumatoider Arthritis (RA) in der Perimenopause oder Menopause entwickeln. In Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten für RA und Menopause möchten wir Hilfsmittel entwickeln, die sowohl Patientinnen als auch Fachkräften helfen, das Thema Menopause anzusprechen und einen ganzheitlicheren Behandlungsplan für die Symptome zu erstellen. Dazu gehören beispielsweise eine Broschüre, Website-Inhalte, Beiträge für soziale Medien und eine NRAS-Live-Veranstaltung.
Zusammenarbeit
Wir führen derzeit Gespräche mit Menopausenspezialisten in Großbritannien und weltweit, um Experten zu finden, die uns bei der Erstellung dieser Fachinformationen unterstützen können. Sobald das Projektteam zusammengestellt ist, erstellen wir einen Projektplan, den unser Fundraising-Team für die Beantragung geeigneter Fördermittel und Stiftungen nutzen kann, um diese wichtige Arbeit zu finanzieren.
Eine gesündere Zukunft
Mit dieser Arbeit möchten wir die Versorgungsqualität für Menschen mit rheumatoider Arthritis sowie für Frauen in der Perimenopause oder Menopause deutlich verbessern. Unser Engagement für Innovation und Servicequalität stellt sicher, dass unsere Mitglieder die umfassende und einfühlsame Betreuung erhalten, die sie verdienen.
Gemeinsam können wir diese Lücken schließen und den Weg für eine gesündere Zukunft ebnen.
Danksagungen
Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um dem Studienteam, das in Großbritannien im Bereich Rheumatologie tätig ist – Sharon Petford, Sandra Robinson, Julie Begum, Ailsa Bosworth, Clare Jacklin, Sally Matthews und David Walker –, meinen Dank auszusprechen. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen die Ergebnisse dieser Studie auszuwerten.