Ein Update zu Evusheld

21. Juni 2022

Das Coronavirus bereitet vielen unserer Mitglieder verständlicherweise weiterhin große Sorgen, und wir möchten Ihnen versichern, dass wir dies verstehen und Ihnen unsere Unterstützung anbieten. Die NRAS ist bestrebt, sich über die neuesten Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet auf dem Laufenden zu halten und das Fachwissen ihres medizinischen Beirats zu nutzen, um unsere Maßnahmen und Informationsquellen entsprechend auszurichten.

Im weiteren Verlauf ist es wichtig zu beachten, dass sich die Eigenschaften der SARS-CoV-2-Virusvarianten im Laufe der Pandemie verändert haben. Aktuell sind die in Großbritannien vorherrschenden COVID-19-Stämme mit einer weniger schweren Krankheitsdauer und einem milderen klinischen Verlauf verbunden. Die zu Beginn der Pandemie durchgeführten klinischen Studien konzentrierten sich hauptsächlich auf Virusstämme mit schwerwiegenderen Krankheitsverläufen. Zudem wurden die ersten Studien vor dem Start des Impfprogramms durchgeführt, was die Ergebnisse beeinflusst haben dürfte.

Die im Vergleich zum Beginn der Pandemie verbesserten Behandlungsergebnisse bestätigen sich bei Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) und juveniler idiopathischer Arthritis (JIA) im Erwachsenenalter, die sich mit dem Virus infiziert haben, genesen sind und kaum oder gar keine Folgeerkrankungen aufweisen. Wie in der Allgemeinbevölkerung gibt es auch hier eine Minderheit von Patienten, die schwerer erkranken als andere. Die Mehrheit der Betroffenen benötigt jedoch keine zusätzliche Behandlung oder Unterstützung. Laufende Forschung trägt weiterhin zu unserem Verständnis des Virus, der Impfstoffe und der Therapien gegen die verschiedenen Virusvarianten bei, und die Regierungsvertreter orientieren sich weiterhin an den Ergebnissen dieser Forschung.

Dennoch ist es weiterhin notwendig, wachsam und proaktiv das Infektionsrisiko zu minimieren. Dies sollte mit Unterstützung Ihres rheumatologischen Teams erfolgen.

Die neue prophylaktische Behandlung „Evusheld“ von AstraZeneca steht im Fokus von Patienten und Interessengruppen, doch über die geplante Einführung nach der Zulassung in Großbritannien ist bisher wenig bekannt. Nach den Empfehlungen eines unabhängigen Beratungsgremiums zur Definition von Hochrisiko-Patientengruppen hat die Regierung einen Ausschuss für klinische Richtlinien eingerichtet. Dieser Ausschuss nutzt alle verfügbaren Daten, um Empfehlungen zu Richtlinien für antivirale und monoklonale Therapien, einschließlich der Behandlung mit Evusheld, zu erarbeiten.

Wir möchten unseren Mitgliedern versichern, dass NRAS die Situation genau beobachtet und ein Update bereitstellen wird, das die Leitlinien dieses klinischen Richtlinienausschusses hinsichtlich der bestmöglichen klinischen Versorgung gefährdeter Patientengruppen widerspiegelt, sobald dieses Update vorliegt.