MAMA-Studie: Schwangere Frauen mit entzündlicher Arthritis, die mit einem Biologikum behandelt werden

8. Januar 2026

Die MAMA-Studie (Monoklonale Antikörpermedikamente bei entzündlicher Arthritis: Fortsetzung oder Absetzen in der Schwangerschaft) untersucht schwangere Frauen mit entzündlicher Arthritis, die mit einem Biologikum behandelt werden. Ziel der MAMA-Studie ist es, die Frage nach der besseren Vorgehensweise zu klären.

Die NRAS freut sich, dass eine Studie zu dieser Frage durchgeführt wird und werdenden Eltern hoffentlich die dringend benötigte Sicherheit geben wird. Wir wissen, dass Schwangerschaft und Elternschaft für alle Beteiligten mit vielen Belastungen und Herausforderungen verbunden sein können, insbesondere für Frauen mit komplexen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis (RA). Eine der häufigsten Fragen zur Schwangerschaft betrifft die Frage, ob die Behandlung mit Biologika/Biosimilars während der Zeit des Kinderwunsches und der Schwangerschaft fortgesetzt oder unterbrochen werden sollte. Die folgenden Informationen geben Ihnen einen Einblick in die MAMA-Studie. Mit Ihrer Teilnahme helfen Sie zukünftigen Eltern. Wenn Sie sich für dieses Thema interessieren und die Einschlusskriterien erfüllen, wenden Sie sich bitte an das MAMA-Koordinierungszentrum, um Ihr Interesse zu bekunden.

Wer kann teilnehmen?

Um an der MAMA-Studie teilzunehmen, müssen Sie schwanger sein oder eine Schwangerschaft planen und an entzündlicher Arthritis leiden, die mit einem der untersuchten Biologika behandelt wird. Sie müssen außerdem mindestens 16 Jahre alt sein.

Die Rekrutierung endet voraussichtlich Ende August 2028

Einführungsvideo zur MAMA-Studie

Das Video ist in Bengali, Punjabi, Polnisch, Rumänisch und Urdu verfügbar

Wenn Sie weitere Informationen wünschen oder Ihr Interesse an einer Teilnahme an der MAMA-Studie bekunden möchten, besuchen Sie bitte die MAMA-Website oder kontaktieren Sie das Team im MAMA-Koordinierungszentrum.

E-Mail: mama@npeu.ox.ac.uk Telefon: 01865 743859

Was beinhaltet die MAMA-Studie?

Wenn Sie Ihre Teilnahme erklären, werden Sie per Zufallsprinzip per Computersystem einer von zwei Gruppen zugeteilt: entweder Sie setzen Ihre Biologika-Therapie während der gesamten Schwangerschaft fort oder beenden sie bis zur 28. Schwangerschaftswoche. Die Zuteilung erfolgt nach dem Zufallsprinzip, sodass Sie die gleiche Chance haben, in eine der beiden Gruppen zu gelangen. Abgesehen vom Absetzen oder Fortsetzen Ihrer aktuellen Biologika-Therapie bis zur 28. Schwangerschaftswoche werden aufgrund Ihrer Studienteilnahme keine weiteren Änderungen an Ihrer Arthritis-Behandlung vorgenommen. Es werden Daten über die Teilnehmerinnen und ihre Babys erhoben. Dabei werden nur die minimal erforderlichen personenbezogenen Daten verwendet.

Bei Frauen, die ihre Biologika während der gesamten Schwangerschaft weiter einnehmen, kann es sein, dass sich die Impfungen Ihres Babys um ein oder zwei Impfungen verzögern. Dies wird mit Ihrem Behandlungsteam besprochen. Sowohl die Fortsetzung als auch das Absetzen von Biologika nach der 28. Schwangerschaftswoche sind in Großbritannien gängige Praxis. Das Absetzen der Biologika kann das Risiko von Krankheitsschüben während der Schwangerschaft erhöhen. Sollte sich Ihre Arthritis verschlimmern oder ein Krankheitsschub auftreten, können Sie nach Rücksprache mit Ihrem Behandlungsteam entscheiden, die Biologika-Therapie wieder aufzunehmen.

Welche Verpflichtung besteht?

Ihre Verpflichtung besteht darin, während der Schwangerschaft bei Studienbeginn einen kurzen Fragebogen auszufüllen und anschließend monatlich Ihre Arthritissymptome über eine App auf Ihrem Smartphone (oder, falls gewünscht, auf Papier) zu melden. Drei, sechs und zwölf Monate nach der Geburt werden Sie gebeten, einen Fragebogen zu Ihrer und der Gesundheit Ihres Babys auszufüllen. Im Alter von 24 Monaten bitten wir Sie, einen Fragebogen mit Standardfragen zur Entwicklung Ihres Kindes auszufüllen, die häufig für die routinemäßige Nachsorge in diesem Alter verwendet werden. Weitere Informationen finden Sie in der Informationsbroschüre für Studienteilnehmer

Wer ist an der Studie beteiligt?

Die Studie wird von der Universität Oxford gefördert und von der National Perinatal Epidemiology Unit Clinical Trials Unit der Universität Oxford in Zusammenarbeit mit dem King’s College London durchgeführt. Finanziert wird sie vom National Institute for Health and Care Research (NIHR), dem Forschungsinstitut des Nationalen Gesundheitsdienstes (NHS). Die Studie findet in 35 Krankenhäusern in Großbritannien statt.

Alle Forschungsprojekte im britischen Nationalen Gesundheitsdienst (NHS) werden von einer unabhängigen Ethikkommission geprüft, um die Interessen der Teilnehmenden zu schützen. Diese Studie wurde von der Londoner Zentralen Ethikkommission geprüft und positiv bewertet.

Die MAMA-Studie wurde in Zusammenarbeit mit mehreren Frauengruppen entwickelt, die als Beraterinnen mit eigener Erfahrung in der MAMA-Patienten- und Öffentlichkeitsberatungsgruppe (PAG) und als Mitantragstellerinnen im Rahmen des Programms zur Einbindung von Patienten und der Öffentlichkeit (PPI) zum Studienablauf beitragen. Dies umfasste Beiträge zur Konzeption und Durchführung der Studie, darunter die gemeinsame Antragstellung beim NIHR, die Mitwirkung an der Studienmethodik, den Dokumenten und Materialien sowie die Teilnahme an Prüfarzttreffen. Diese Gruppen sind weiterhin in die Studie eingebunden und werden dies bis zum Abschluss der MAMA-Studie tun.

Mach mit!

Wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen und mehr Informationen wünschen oder Ihr Interesse an der MAMA-Studie bekunden möchten, besuchen Sie bitte die MAMA-Website oder kontaktieren Sie das Team des MAMA-Koordinierungszentrums. Sie erreichen das Team per E-Mail unter mama@npeu.ox.ac.uk  oder telefonisch unter +44 1865 743859. Die Mitarbeiter beantworten gerne Ihre Fragen.

Die Rekrutierung endet voraussichtlich Ende August 2028

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