Umgang mit Winterschmerzen: Tipps für Menschen mit rheumatoider Arthritis
Forschungsergebnisse zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen dem Wetter und verstärkten Schmerzen besteht, weshalb die Wintersaison für Menschen mit rheumatoider Arthritis besonders belastend ist.

Artikel von Ailsa Bosworth, MBE
Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass fast eine halbe Million Menschen in Großbritannien, die an rheumatoider Arthritis (RA) leiden, den Wintermonaten nicht entgegensehen.
„Das kalte Winterwetter wirkt sich stets negativ auf meine Gelenke aus und macht sie schmerzhaft und steif. Ich habe jedoch Techniken gelernt, um meine Schmerzen und Krankheitsschübe besser zu bewältigen“, sagt Ailsa Bosworth MBE, Gründerin der National Rheumatoid Arthritis Society (NRAS), die seit über 40 Jahren mit rheumatoider Arthritis lebt.
Wie man Gelenkschmerzen selbst behandeln kann
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Gelenkschmerzen selbst zu behandeln – sowohl mit Medikamenten als auch mit nicht-medikamentösen Methoden. Die NRAS bietet ein kostenloses E-Learning-Programm namens SMILE-RA, das unter anderem ein Modul zum Thema „Schmerzmanagement und -behandlung“ enthält. Dieses Modul erklärt RA-bedingte Schmerzen und gibt Tipps zum Umgang damit.
Ailsa erklärt: „Sich mit seinen Schmerzen auseinanderzusetzen, ist ein wichtiger Schritt, um das Selbstvertrauen zu gewinnen, besser selbst damit umzugehen und zu wissen, wann man Hilfe und Unterstützung vom Team benötigt.“
Der Winter bringt zusätzliche Herausforderungen mit sich. Die NRAS-Helpline (0800 298 7650) erhält Anrufe über die dunklen Abende, die bei manchen Menschen zu zunehmender Einsamkeit führen, während andere Informationen zu Impfungen wünschen. Neben der Helpline finden Sie hier einige praktische Tipps, die Ihnen helfen könnten:
- Kommunen und Freiwilligenorganisationen nutzen verschiedene Programme, um Menschen zusammenzubringen – finden Sie heraus, was in Ihrer Gegend los ist.
- Halten Sie Ihre Impfungen auf dem neuesten Stand und schützen Sie Ihr Immunsystem durch eine gesunde Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität.
- Erwägen Sie die Einnahme von Vitaminpräparaten; Vitamin D ist für Menschen mit RA im Winter wichtig.
- Halten Sie sich warm; auf der NRAS-Website finden Sie Tipps, wie Sie dies kostengünstig umsetzen können.
- Beugen Sie Erkältungen durch gute Hygiene vor; tragen Sie eine Gesichtsmaske, wenn Sie Bedenken haben.
- Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber darüber, wie er Sie sowohl am Arbeitsplatz als auch zu Hause unterstützen kann.
Ailsa schließt mit dem Hinweis: „NRAS steht allen Menschen mit RA zur Seite, und unsere Helpline ist kostenlos für Unterstützung und Informationen. Wenn Sie jedoch mit Ihrer Krankheit zu kämpfen haben, sollten Sie sich immer an Ihr Behandlungsteam wenden.“
Fragen, die Menschen mit RA häufig stellen
„Warum scheint der Winter meine RA zu verschlimmern? Stimmt das wirklich?“
Viele Menschen mit rheumatoider Arthritis (RA) stellen fest, dass kaltes, feuchtes Wetter ihre Schmerzen und Steifheit verstärkt. Studien belegen einen Zusammenhang zwischen winterlichen Bedingungen und stärkeren Schmerzen. Ailsa Bosworth beschreibt in diesem Artikel ihre jährlichen Erfahrungen damit. Das bedeutet nicht, dass Ihre RA fortschreitet; Ihre Gelenke und Ihr Nervensystem reagieren lediglich auf die veränderten Umweltbedingungen. Dieses Wissen hilft Ihnen, sich auf schwierige Tage vorzubereiten und diese mit mehr Zuversicht zu bewältigen.
„Was kann ich realistischerweise selbst tun, um Winterschmerzen zu lindern?“
Selbstmanagement im Winter bedeutet, praktische Gewohnheiten mit dem Verständnis der eigenen Schmerzmuster zu kombinieren. Warmhalten, Impfungen auf dem neuesten Stand halten, sich gesund ernähren, körperlich aktiv bleiben und gegebenenfalls Vitamin-D-Präparate einnehmen – all das unterstützt den Körper in den kalten Monaten. Gute Hygiene und das Tragen einer Maske helfen, Erkältungen zu vermeiden, die Krankheitsschübe auslösen könnten. Diese kleinen, beständigen Gewohnheiten erleichtern den Winter und machen ihn beschwerdefreier, ohne dass man sich ausschließlich auf Medikamente verlassen muss.
„Im Winter fühle ich mich isoliert. Geht es anderen Menschen mit rheumatoider Arthritis ähnlich?“
Ja, und das ist etwas, was die NRAS-Helpline häufig hört. Dunkle Abende und weniger Tageslicht können dazu führen, dass sich Menschen einsamer fühlen, besonders wenn die Symptome schwerer zu bewältigen sind. Der Artikel empfiehlt, sich an lokale Gruppen oder ehrenamtliche Organisationen zu wenden, die Menschen dabei helfen, in Kontakt zu bleiben. NRAS bietet auch emotionale und praktische Unterstützung an, aber wenn sich Ihre Symptome oder Ihr Wohlbefinden verschlechtern, sollten Sie sich immer zuerst an Ihr Behandlungsteam wenden.
Dieser Artikel wurde dem Guardian und auf healthawareness.co.uk. Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat und Sie mehr von NRAS erfahren möchten, folgen Sie uns auf Facebook, Instagram, YouTube und X für alles rund um RA.
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