Ressource

Rheumaknoten

Rheumaknoten sind feste Knoten, die bei bis zu 20 % der Patienten mit rheumatoider Arthritis unter der Haut auftreten. Siefinden sich meist über exponierten Gelenken, die Verletzungen ausgesetzt sind, wie z. B. Fingergelenken und Ellbogen. 

Abbildung von Händen mit roten Knötchen an den Knöcheln.

Rheumaknoten sind feste, subkutane (unter der Haut liegende) Knoten, die bei bis zu 20 % der Patienten mit rheumatoider Arthritis auftreten. Sie finden sich meist an stark beanspruchten Gelenken, die anfällig für Verletzungen sind, wie z. B. Finger- und Ellbogengelenken. Gelegentlich können sie jedoch auch an anderen Stellen, wie z. B. an der Ferse, vorkommen. Sie sind in der Regel nicht druckempfindlich und nur gelegentlich schmerzhaft. Sehr selten kann sich die darüber liegende Haut infizieren oder sogar ein Ulkus bilden. Selten können sie auch in der Lunge und an den Stimmbändern auftreten. 
 
Es gibt Hinweise darauf, dass die Häufigkeit von Rheumaknoten abnimmt (möglicherweise aufgrund der abnehmenden Schwere der rheumatoiden Arthritis). Heutzutage werden sie jedoch am häufigsten bei Patienten beobachtet, die mit Methotrexat behandelt werden. Bei diesen Patienten sind die Knoten meist klein und treten zahlreich auf (Mikronoduli), vorwiegend im Bereich der Fingergelenke. Etwa 8 % der Patienten unter Methotrexat-Therapie entwickeln Mikronoduli, deren Ursache noch nicht vollständig geklärt ist. Mikronoduli haben normalerweise einen Durchmesser von etwa 0,5 cm. 
 
Rheumaknoten sind sehr fest und bestehen aus entzündetem Gewebe, zeigen aber unter dem Mikroskop intensive Entzündungszeichen, die sich von denen in den Gelenken unterscheiden. Dies erklärt, warum krankheitsmodifizierende Medikamente und Biologika die Größe der Knoten möglicherweise nicht reduzieren, obwohl sie die Gelenkerkrankung sehr gut kontrollieren können. 

Wer entwickelt Rheumaknoten? 

Patienten, die Knoten entwickeln, sind häufiger Raucher, weisen tendenziell einen schwereren Krankheitsverlauf auf und sind fast immer Rheumafaktor- und CCP-positiv. Sie neigen vermehrt zu anderen extraartikulären (außerhalb des Gelenks liegenden) Manifestationen der rheumatoiden Arthritis, darunter Vaskulitis (Gefäßentzündung) und Lungenbeteiligung. Sehr selten können sich Rheumaknoten auch in der Lunge bilden. Diese verlaufen in der Regel asymptomatisch (d. h. es treten keine Symptome auf), können aber aufgrund der unsicheren Diagnose Anlass zur Sorge geben und zusätzliche Untersuchungen wie eine Computertomographie (CT) erforderlich machen. 

Was können wir gegen Knoten tun? 

In diesem Bereich gibt es nur wenige Studien. Kombinationsbehandlungen mit krankheitsmodifizierenden Therapien und Biologika, insbesondere Rituximab, scheinen die Häufigkeit der Knotenbildung reduziert zu haben. Sollten sich unter Methotrexat Mikronoduli entwickeln, kann die zusätzliche Gabe von Hydroxychloroquin und anderen krankheitsmodifizierenden Medikamenten, einschließlich Prednisolon, deren Größe verringern.  

Sind die Knoten klein, können sie unbeachtet bleiben. Sind sie jedoch wiederholten Verletzungen ausgesetzt, kann eine operative Entfernung in Betracht gezogen werden. Gelegentlich lässt sich die Größe des Knotens durch die Injektion von Steroiden in oder direkt darunter reduzieren.  

 
Referenzen auf Anfrage erhältlich