Studie zeigt: RA-Medikament wird in der Schwangerschaft nicht über die Plazenta übertragen
Eine Studie in Paris hat gezeigt, dass das biologische Anti-TNF-Medikament Certolizumab Pegol die Plazenta nicht passiert und daher im Blut von Neugeborenen nicht nachweisbar ist.
Die Ergebnisse einer neuen Studie wurden kürzlich von der Europäischen Liga gegen Rheuma veröffentlicht.
Die von Dr. Xavier Mariette und Kollegen des Bicêtre-Krankenhauses in Paris durchgeführte Studie verwendete einen speziell entwickelten, arzneimittelspezifischen, sensitiven biochemischen Test zum Nachweis von Certolizumab Pegol bei Neugeborenen.
Bei der Geburt zeigten 13 von 14 Blutproben des Säuglings (die sowohl aus der Nabelschnur der Mutter als auch aus der des Säuglings entnommen wurden) sowie alle Proben, die 4 und 8 Wochen nach der Geburt entnommen wurden, keine messbaren Werte.

In die Studie wurden 16 schwangere Frauen (ab der 30. Schwangerschaftswoche) eingeschlossen, die Certolizumab Pegol in einer Dosierung von 200 mg alle zwei Wochen oder 400 mg alle vier Wochen erhielten. Die letzte Dosis wurde bei allen Patientinnen innerhalb von 35 Tagen vor der Entbindung verabreicht.
Laut Dr. Mariette ist diese Studie die einzige klinische Untersuchung, die belegt, dass ein wirksamer TNF-Hemmer nur minimal oder gar nicht über die Plazenta von der Mutter auf das Kind übertragen wird. Dies ist eine positive Nachricht für schwangere Frauen mit aktiven entzündlichen Erkrankungen. Die meisten TNF-Hemmer passieren die Plazenta und werden daher üblicherweise während der Schwangerschaft abgesetzt
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